Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
Deutsch von Georg Holzer

Der Vorname (Le Prénom)

Regie: Rolf Heiermann



Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie treiben atemlos eine Handlung voran, die bei aller Komik auch manchen ahnungsvollen Blick in die Abgründe der Figuren erlaubt.

Man kann ja über alles reden. Ein gemütlicher Abend soll es werden in der schlicht und stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Pierre Garaud und seiner Frau Elisabeth. Nur Freunde und Familie sind zu Gast. Für Vincent, einen begnadeten Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für »Stimmung« zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur der erste Härtetest für die Regeln zivilisierter Kommunikation. Denn es stellt sich heraus, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte Sprengstoff lagert.

»Name ist Schall und Rauch? In diesem Stück ist es komödiantischer Explosionsrauch. Namensfindung für Neugeborene ist ein Minenfeld, wie man weiß. Mich fasziniert zu welchen komödiantischen Explosionen das führen kann. Tolles Stück.« Rolf Heiermann